Paulus und die Sonne

 


Unsere Solaranlage auf dem Dach produziert fleißig Energie:

Wir möchten einen kleinen Beitrag dazu leisten, die Schöpfung zu erhalten. Und wir möchten zeigen, dass auch bei alten Gebäuden noch etwas dafür getan werden kann, das Klima der Erde zu schonen. Als Kirchengemeinde haben wir dafür eine besondere Verantwortung. Andere sollen ermutigt werden, in ihrem Umfeld auch Schritte für den Schutz der Umwelt zu tun.. Aufgrund dieser Überlegungen hat das Presbyterium beschlossen, eine Photovoltaikanlage für unser Gemeindehausdach anzuschaffen.

Die Anlage, die wir kaufen wollen, hat eine Leistung von 9,9 kWp und besteht aus 66 Modulen. Sie sollen auf die Dachseite Richtung Siemensstraße, die am stärksten von der Sonne beschienen wird, montiert werden. Unsere Solaranlage wird pro Jahr etwa 8000 Kilowattstunden Strom erzeugen. Um eine Kilowattstunde Strom in herkömmlicher Form zu gewinnen, werden in Deutschland etwa 0,65 kg Kohlendioxid in die Luft geblasen. Dieser Wert wird ermittelt mit dem sogenannten Kraftwerksmix (Durchschnittswert aller bisherigen Stromkraftwerke). Mit unserer Anlage vermeiden wir also jährlich den Ausstoß von 5200 kg ( = 5,2 Tonnen) Kohlendioxid in die Luft. Umgerechnet auf die 5200 Gemeindeglieder unserer Paulusgemeinde "spart" also jedes Gemeindemitglied etwa 1 kg Kohlendioxid pro Jahr.

Wenn unsere Anlage, wie wir annehmen dürfen, etwa 25 Jahre lang laufen und Strom erzeugen wird, ersparen wir der Luft, die wir atmen, einen Ausstoß von 130 Tonnen Kohlendioxid. Das scheint viel zu sein und ist es auch. Aber im Vergleich mit anderen Ländern werden die Unterschiede im Energieverbrauch deutlich: Ein durchschnittlicher 4-Personen- Haushalt in Deutschland verbraucht pro Jahr 3000 bis 4000 Kilowattstunden, also etwa halb so viel, wie wir erzeugen werden. In Indien und Afrika dagegen beträgt der Stromverbrauch pro Kopf etwa nur etwa ein Zehntel davon.

Insgesamt rechnen wir mit Kosten von 133.000 DM inklusive Montage und Anschluss. Durch Eigenleistung wollen wir versuchen, die Kosten zu senken. Aber es sind auch schon viele Spenden von Gemeindegliedern eingegangen, und die Stadtwerke Hagen haben zugesagt, die Anlage großzügig zu unterstützen. Zur Zeit läuft noch ein Antrag auf Förderung durch das Land Nordrhein-Westfalen. Der .Blaue Montag. hat schon die Patenschaft für ein Modul übernommen. Und auch Sie können sich "Anteile" erwerben und bekommen darüber eine Urkunde.

Quellenangabe:
St.Bonifatius Hagen Haspe zapft die Sonne an;
Januar 2000 Elke Schwerdtfeger (überarbeitet durch F.-W. Kruse)